Tempelanlagen
Die paradiesische Insel Bali wird auch Insel der Tausend Tempel genannt. In Wirklichkeit schätzt man jedoch das weit mehr als 20.000 Tempel die Insel zieren. Dies würde bedeuten dass es hier mehr Tempel als Häuser gibt.
Besucher werden hier die unterschiedlichsten Größen und Formen der Tempel entdecken können. Meist nutzt man die Tempel an bestimmten Festtagen, für die restliche Zeit dienen die Tempel als Ruheplätze für die Götter.
Es gibt eine Reihe der bekanntesten Tempel, die auch in einer prachtvollen Erscheinung gezeigt werden. Aber die Mehrzahl der Tempel sind einfache aus Steinen aufgebaute Anlagen.
Es existieren die unterschiedlichsten Arten von Tempeln, zum einen Haustempel, Dorftempel, Familientempel, aber auch Höhlentempel und Gedächtnistempel zur Erinnerung an verstorbene Vorfahren.
Das Betreten der Tempel ist eigentlich zu jeder Zeit gestattet, außer bei Tempelfesten. Hierzu bedarf es einer Genehmigung der anderen Teilnehmer.
Man sollte jedoch Verständnis für die Sitten und Gebräuche, der Religion und Kultur dort haben. Die jeweiligen Verhaltensregeln und Bekleidungsregeln sind auf Hinweistafeln am Eingang der jeweiligen Tempel zu finden.
Es wird fast ausschließlich verlangt, in den Tempelanlagen einen Sarong und eine Schärpe zu tragen. An einigen Tempelanlagen werden diese zum Leihen angeboten, jedoch ist dies eine sehr teure Investition. Wer hier Geld sparen möchte, kauft sich zu Beginn seiner Reise einen günstigen Sarong und eine Schärpe bei einem Händler. Die meisten Shops und Märkte führen diese Artikel.
Verboten sind vor allem kurze Hosen, sowie auch tiefe Ausschnitte und insbesondere Badebekleidung. Aber wenn wie ehrlich sind, wir gehen auch nicht in Badebekleidung in die Kirche. Freie Oberarme bei Frauen werden geduldet, sind aber kein Zeichen von Respekt. Wer eine blutende Wunde hat, oder auch eine Frau während der Menstruation, dem ist es streng untersagt einen Tempel zu besuchen.
Männer tragen an Tempelfesten eine traditionelle Kopfbedeckung, diese wird für unseren Geschmack ungewohnt aussehen, jedoch bei den Balinesen als ein Zeichen von Respekt bewertet.
Filmen und Fotografieren sind erlaubt, man sollte jedoch versuchen dabei die Betenden nicht abzulenken oder zu stören. Am besten stellt man sich seitlich an den Rand oder in den Hintergrund und macht seine Aufnahmen. Während bei uns im westlichen Raum das Sitzenbleiben bei Gottesdiensten als unhöflich gesehen wird, ist es hier im östlichen Teil der Welt auf Bali respektlos wenn man stehen bleibt.
Auf den folgenden Seiten möchten wir die wichtigsten Tempelanlagen vorstellen.